KuMuS-ProNeD-Abschlussveranstaltung vom 22.01.2026

Das Gesamttreffen am 22. Januar 2026 markierte den feierlichen Abschluss des Verbundprojekts KuMuS-ProNeD, dessen formale Laufzeit am 28. Februar 2026 endet.

Im Internationalen Begegnungszentrum der Universität Stuttgart kamen Projektbeteiligte aus Wissenschaft, Bildungspraxis und Landesinstituten zusammen, um auf eine intensive, produktive und inspirierende Projektphase zurückzublicken und gemeinsam Perspektiven für die Zukunft zu diskutieren.

Über die zweieinhalbjährige Laufzeit des Verbundprojekts hinweg wurde die digitale Transformation in den Fächern Kunst, Musik und Sport wissenschaftlich begleitet und konzeptionell weitergedacht. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung von Qualifizierungsangeboten, Unterrichtsideen und -materialien, die Lehrkräfte und Fortbildner:innen dabei unterstützen, digitale Medien fachlich und reflektiert in ihre pädagogische Arbeit einzubinden.

Das Abschlusstreffen spiegelte eine eindrucksvolle Vielfalt wider: In einer offenen Ausstellung wurden die im Projekt entwickelten Produkte, Unterrichtsszenarien und Forschungsergebnisse an interaktiven Stationen präsentiert und diskutiert. Ergänzt wurde das Programm durch künstlerische Performances, die exemplarisch zeigten, wie sich Körper, Klang, Bild und digitale Technologien im postdigitalen Raum verbinden lassen. Eine Podiumsdiskussion zu Lessons learned und zukünftigen Perspektiven bot Raum für gemeinsame Reflexion über Gelingensbedingungen, Herausforderungen und Transferpotenziale in die Bildungslandschaft.

Die präsentierten Ergebnisse der Gesamtevaluation (hier geht es zum Poster) sowie die anschließende Podiumsdiskussion machten deutlich, dass digitale Transformation in den Fächern Kunst, Musik und Sport vor allem dann ihr Potenzial entfaltet, wenn digitale Werkzeuge als fachlich begründete Erweiterung ästhetischer, körperlicher und kreativer Praxis verstanden werden. Zugleich wurden bestehende Spannungsfelder sichtbar – etwa zwischen dynamischen fachlichen Entwicklungen und oft nur begrenzt anschlussfähigen curricularen, strukturellen und förderpolitischen Rahmenbedingungen. Ein zentraler Diskussionspunkt war dabei das Verständnis von digitaler Souveränität als kritisch-reflexive Kompetenz, die über technische Fertigkeiten und Ausstattungen hinausgeht und Lehrkräfte wie Lernende befähigt, digitale Technologien verantwortungsvoll, selbstbestimmt und fachlich fundiert zu nutzen. Insgesamt unterstrich die Diskussion die Bedeutung stabiler Kooperationen und einer engen Verzahnung von Forschung, Schule, Fortbildung und Hochschulen, um nachhaltige Impulse für schulische Entwicklung zu sichern. Ein besonderes Anliegen des Projekts war es, die entwickelten Materialien langfristig zugänglich und nutzbar zu machen. Zahlreiche Entwicklungen aus KuMuS-ProNeD stehen daher als Open Educational Resources (OER) zur Verfügung. Diese Materialien wurden im Rahmen der Abschlussveranstaltung vorgestellt und sind weiterhin hier auf unserer Website verlinkt.

Unser herzlicher Dank gilt allen beteiligten Wissenschaftler:innen, Lehrkräften, Fortbildner:innen, Studierenden sowie den Kooperationspartner:innen aus den Landesinstituten, die KuMuS-ProNeD mit ihrer Expertise, ihrem Engagement und ihrer Offenheit für neue Wege geprägt haben. Gemeinsam konnten wir innovative Konzepte erproben, reflektieren und weiterentwickeln. Mit dem Abschluss von KuMuS-ProNeD verbinden wir die Hoffnung, dass die angestoßenen Ideen und Konzepte die kulturelle Bildung im digitalen Wandel weiterhin bereichern und weitergetragen werden.

Wir danken allen Projektpartner*innen von KuMuS-ProNeD herzlich für ihre Beteiligung, ihr großes Engagement und die inspirierende Zusammenarbeit über die gesamte Projektlaufzeit hinweg.


Graphic Recording zur KuMuS-ProNeD-Abschlussveranstaltung

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Verbundprojekts KuMuS-ProNeD erstellte Felix Elsässer ein Grafic Recording, das die inhaltlichen Schwerpunkte des Tages visuell bündelt. Es greift Beiträge aus Performances, Ausstellung, Evaluation und Podiumsdiskussion auf und macht zentrale Themen sowie Querverbindungen des Projekts sichtbar.

Wir danken Felix Elsässer für die professionelle Umsetzung:


Impressionen